26 Apr

Pressemitteilung vom 26.04.2017

GWVR veröffentlicht Tarif für Live-Mitschnitte im öffentlich-rechtlichen Hörfunk und Fernsehen

Die Verwertungsgesellschaft zur Wahrnehmung von Veranstalterrechten (GWVR) hat einen Tarif für die Lizenzierung von Live-Mitschnitten im öffentlich-rechtlichen Hörfunk und Fernsehen aufgestellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Tarif regelt die Vergütung der Veranstalter für Mitschnitte ihrer Veranstaltungen, die im Hörfunk oder Fernsehen gesendet werden. „Schritt für Schritt kommen wir voran“ sagt Dr. Johannes Ulbricht, Geschäftsführer der GWVR. Der GWVR-Tarif ÖR gilt nicht nur für Konzerte sondern auch für Comedy und Kabarett sowie die Verwertung von Aufzeichnungen von Shows und Musicals, Oper, Theater und anderen Veranstaltungen.

Die GWVR nimmt damit als Verwertungsgesellschaft für Veranstalter aus dem In- und europäischen Ausland das Leistungsschutzrecht des Veranstalters nach § 81 UrhG an allen in Deutschland verwerteten Veranstaltungsaufzeichnungen wahr. Alleingesellschafter der GWVR ist der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft (bdv).

> GWVR Tarif ÖR

Hamburg, 26.04.2017

17 Mrz

Pressemitteiliung vom 17.03.2017

Veranstalter produzieren Live-Inhalte für Apple Music und iTunes

Der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft hat einen weiteren Schritt zur Kommerzialisierung des Leistungsschutzrechts der Veranstalter übernommen. Konzert- und Tourneeveranstalter  können nunmehr über ein einfaches Standard-Verfahren Live-Mitschnitte auf Apple Music und iTunes zum Download bereitstellen, um diese kommerziell auszuwerten. Darüber hinaus  ist ein eigenes Format für Audio- und Videomitschnitte von Konzerten, Festivals, Club-Performances, Comedy, Circus und Shows, Theater und Musical – eben allen live-content – geplant.

„Das Live-Format auf Apple Music und iTunes ist ein bedeutender Schritt bei unserem strategischen Ziel, das lange brachliegende Leistungsschutzrecht des Veranstalters (§ 81 UrhG) mit Leben zu füllen.“ kommentiert Prof. Jens Michow die Initiative des Bundesverbands der Veranstaltungswirtschaft und der Verwertungsgesellschaft GWVR. Dr. Johannes Ulbricht, Geschäftsführer der GWVR erläutert: „Wir schaffen ein legales, faires und qualitativ gutes Gegengewicht zu der Flut an illegalen und schlechten Handyvideos auf den einschlägigen Streamingplattformen. Die Flut an Handyvideos schadet Künstlern, Veranstaltern und Publikum. Sie nützt nur denen, die damit Werbeerlöse generieren. Labels sehen wir als Partner bei der Produktion von legalen und hochwertigen Live-Mitschnitten. Gemeinsam werden wir die angemessene Beteiligung der Kreativen und ihrer Industrien in der gesetzlich vorgesehenen Weise bei den Plattformbetreibern einfordern. Dazu gehört aber auch ein positives Gegengewicht. Hier ist Apple wieder einmal Vorreiter.“ Mit ConvertMedia wurde  ein erfahrener Partner für die digitale Vermarktung der Inhalte gefunden. Als Distributionspartner wird zunächst GoodToGo bereit stehen. Andere Partner und Kanäle sollen dann später folgen. Wir kontaktieren in einem ersten Schritt die grossen Veranstalter, um mit ihnen Inhalte für den Start bereitzustellen. Stefan Schulz von ConvertMedia kommentiert. „Mittelfristig ist es das Ziel, weitere attraktive Inhalte und Formate zu realisieren, um der Veranstaltungswirtschaft wichtige neue Erlösquellen zu erschliessen.“

Hamburg, 17.03.2017

26 Jan

Pressemitteiliung vom 25.01.2017

Verwertungsgesellschaft der Veranstalter veröffentlicht erste Tarife

Die im Herbst 2014 vom Deutschen Patent- und Markenamt als dreizehnte deutsche Verwertungsgesellschaft zugelassene Gesellschaft zur Wahrnehmung von Veranstalterrechten (GWVR) hat Tarife für die Lizenzierung von Tonträgern und Bildtonträgern aufgestellt. Sie wurden am 25. Januar 2017 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Damit wird geregelt, welche Beteiligung Veranstalter für Mitschnitte ihrer Veranstaltungen erhalten, die als CD, DVD oder BluRay veröffentlicht werden. „Nicht nur das Zulassungsverfahren für die Gesellschaft sondern auch der Weg bis zur Festsetzung dieser Tarife waren lang und durchaus dornig“ sagt Dr. Johannes Ulbricht, Geschäftsführer der GWVR. „Aber bei meiner Tätigkeit für die GWVR habe ich lernen müssen, dass die Uhren in diesem Geschäft weitaus langsamer gehen und sehr viel Geduld erforderlich ist. Daher freue ich mich, dass nach der Zulassung der Gesellschaft nun der zweite wichtige Schritt getan ist, um Veranstalter endlich an den ihnen zustehenden Rechten zu beteiligen.“

Die GWVR-Tarife TT und BT gelten nicht nur für Konzerte sondern auch für Comedy und Kabarett sowie die Verwertung von Aufzeichnungen von Shows und Musicals, Oper, Theater und anderen Veranstaltungen. Mit der Veröffentlichung im Bundesanzeiger werden die Tarife wirksam. „Dass Unternehmern ein Leistungsschutzrecht an ihren Veranstaltungen zusteht und sie an deren Verwertung angemessen zu beteiligen sind, ist nun endlich wirtschaftliche Realität geworden“ freut sich Ulbricht. Weitere Tarife und Gesamtverträge für die Online-Nutzung sowie Rundfunk- und Fernsehübertragungen von Veranstaltungsaufzeichnungen sollen kurzfristig folgen. Außerdem arbeite die GWVR an der Aufstellung von Verteilungsplänen, am Abschluss von Inkassoverträgen sowie am wachsenden Strom neuer Mitgliedsanträge.

Die GWVR nimmt damit als Verwertungsgesellschaft für Veranstalter aus dem In- und europäischen Ausland das Leistungsschutzrecht des Veranstalters nach § 81 UrhG an allen in Deutschland verwerteten Veranstaltungsaufzeichnungen wahr. Alleingesellschafter der GWVR ist der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft (bdv). „Durch eine effiziente Wahrnehmung ihrer Rechte wird den Veranstaltern erstmalig ein dauerhafter Vorteil aus ihren Leistungen erwachsen, von dem sie – anders als beim flüchtigen Konzerterfolg – langfristig profitieren können“ kommentiert bdv-Präsident Prof. Jens Michow die Entwicklung.

Hamburg, 25.01.2017

17 Sep

GWVR vom Deutschen Patentamt zugelassen

aus: musikmarkt   17.09.2014

bdv startet Verwertungsgesellschaft zur Wahrnehmung von Veranstalterrechten GWVR

Hamburg – Nach zehn Jahren Vorbereitungsarbeiten wurden nun in Hamburg eine Verwertungsgesellschaft für Veranstalter, die Gesellschaft zur Wahrnehmung von Veranstalterrechten (GWVR) durch das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) zugelassen. Damit beanspruchen nun nach Urhebern, ausübenden Künstlern und Tonträgerherstellern auch Konzertveranstalter eine Vergütung für jede Form der Auswertung ihrer Leistungen.
Die GWVR wird wird künftig Ansprüche ihrer Mitglieder dann geltend machen, wenn Konzertaufzeichnungen z.B. durch Ton- oder Bildtonträger, durch Rundfunk oder Fernsehen oder als Stream beispielsweise auf YouTube oder Spotify genutzt werden. Die neue GWVR ist 100 prozentige Tochter des Bundesverbands der Veranstaltungswirtschaft (bdv). Die GEMA soll voraussichtlich mit dem Inkasso der Beteiligungen beauftragt werden.

“Damit gibt es erstmalig in Deutschland eine Verwertungsgesellschaft, die die in § 81 UrhG gesetzlich vorgesehene Beteiligung der Veranstalter an der kommerziellen Auswertung von Live-Mitschnitten inkassiert und an die Berechtigten ausschüttet”, berichtet GWVR-Geschäftsführer Dr. Johannes Ulbricht. “Allerdings geht unsere Arbeit erst jetzt richtig los, denn nun werden wir in Abstimmung mit dem DPMA Tarife und Verteilungspläne aufstellen müssen.”
Alle Veranstalter mit Sitz in der EU können Mitglied der GWVR werden. Deutsche Veranstalter können über die GWVR nicht nur die inländischen, sondern auch die ausländischen Veranstaltungen auswerten lassen. “Mit der GWVR wurde nach einem langwierigen und schwierigen Zulassungsverfahren erstmals die Voraussetzung dafür geschaffen, dass Veranstalter nicht lediglich auf den flüchtigen Erfolg ihrer Konzerte angewiesen sind sondern langfristig an den Früchten ihrer Arbeit beteiligt werden”, so Prof. Jens Michow, geschäftsführender Präsident des Bundesverbands der Veranstaltungswirtschaft.
Das DPMA hat der GWVR nach dreijähriger Prüfungszeit zugestimmt. Nun stehen für den bdv bzw. die GWVR erst einmal das Aufstellen von Tarifen und Verhandlungen mit Tarifvertragspartnern an.

29 Aug

Herausforderung: Aufbau der GWVR

aus: musikmarkt  35/2014, 29.08.14

Aufgaben: Tarife aufstellen und mit den Vertragspartnern verhandeln

Aus einem Interview mit dem Präsidenten des Bundesverbands der Veranstaltungswirtschaft (bdv), Prof. Jens Michow

musikmarkt: Wo sind die wichtigsten Baustellen der Branche, wo sehen Sie die größten Risiken und Herausforderungen und welche Forderungen haben Sie in diesem Zusammenhang an die Politik?

Prof. Jens Michow: Unsere spannendste Herausforderung wird in dem Aufbau der GWVR – der Gesellschaft zur Verwertung von Veranstalterrechten – bestehen, deren Zulassung durch das DPMA wir nach nunmehr fast dreijähriger Prüfungszeit in Kürze erwarten. Wir werden dann Tarife aufzustellen haben und mit den Tarifvertragspartnern verhandeln müssen. Eine weitere Herausforderung sind für uns die derzeitigen Tarifverhandlungen mit der GEMA. Unser 2010 abgeschlossener Gesamtvertrag läuft Ende dieses Jahres aus. Seit einigen Monaten verhandeln wir mit der GEMA über den Folgevertrag. Sie will sukzessiv bis 2019 den Tarif für Veranstaltungen bis 2000 Besucher von aktuell 5 Prozent auf 7,2 Prozent des Umsatzes – also um sage und schreibe 44 Prozent – anheben. Das ist für uns absolut inakzeptabel, da die Kostenbelastung im Verhältnis zu den Gewinnchancen bei derartigen Veranstaltungen ohnehin bereits oberhalb der Schmerzgrenze liegt. Zurzeit hoffen wir noch darauf, einen für uns tragfähigen Kompromiss zu finden. Einen Abschluss um jeden Preis wird es mit unserem Verband allerdings nicht geben. Als wichtige Aufgabe betrachten wir es auch, unsere Mitglieder noch weiterhin von den Vorteilen und der Attraktivität unserer mit der Künstlersozialkasse geschlossenen Ausgleichsvereinigung zur Zahlung der Künstlersozialabgabe zu überzeugen. Unser Vertrag mit der KSK, den der bdv bereits 2009 abgeschlossen hat, wurde soeben abrechungstechnisch auf neue Beine gestellt. Ich bin froh, dass die Akzeptanz dieses die Abgabepflicht sehr erleichternden Verfahrens weiterhin als herausragende Verbandsleistung wahrgenommen wird.